| 18.06.2003 | Workshop “Added Values in der letzten Meile” BI-LOG AG und ParcelMan zeigen Wege in die Zukunft der Branche
Mehrwert-Dienstleistung ist der Schlüssel zum künftigen Erfolg der Logistik-Branche. Doch welche Art von zusätzlichen Services sind heute und in Zukunft gefragt und wie lassen sie sich kosteneffizient in Geschäftsabläufe einbinden? Antworten auf diese und andere Fragen hat das Bamberger Dienstleistungs-Unternehmen BI-LOG bei einem Workshop des Forschungsprojekts “ParcelMan” im Rahmen der “transport logistic” Messe in München gegeben. Der zunehmende Kosten- und Wettbewerbsdruck stellt immer mehr Unternehmen vor die Notwendigkeit, einen Direktvertrieb aufzubauen oder die bestehenden Direktvertriebskanäle zu stärken. Zugleich jedoch werden die Produkte immer komplexer und stärker individualisierbar – eine Entwicklung, die den Vertrieb ohne Zwischenhandel nicht gerade einfacher macht. Genau hierin steckt eine immense Chance für die Logistik-Branche, meint BI-LOG-Vorstand Heribert Trunk: “Mit Mehrwert-Dienstleistung vor Ort lässt sich der Direktvertrieb auch mit Produkten realisieren, die den persönlichen Kontakt zwischen Kunde und Überbringer oder spezielle Dienstleistungen beim Kunden erfordern.” le-os bringt die Dienstleistung zum Kunden Schon heute erbringt die Bamberger BI-LOG AG mit ihrem Lieferservice le-os verschiedene solcher Mehrwert-Services. So setzt der Energieversorger Yello Strom mit BI-LOG als Logistik-Partner im Direktmarketing neue Komfort-Standards: Wer, angeregt durch die Fernsehspots des Energieanbieters, mehr wissen oder gleich Kunde werden möchte, meldet sich einfach telefonisch bei der Yello Hotline und fordert die Auftragskarte an. Der Interessent kann es sich aber auch einfacher machen, den Vertragsflyer zusammen mit dem Kundenberater am Telefon vor-ausfüllen, ihn bei Erhalt nur noch unterschreiben und wieder zurück schicken. Die einfachste Variante: Der le-os-Kurier bringt den vor-ausgefüllten Vertragsflyer zum vereinbarten Rendezvous-Termin im Zwei-Stunden-Zeitfenster zum Kunden nach Hause – oder ins Büro –, lässt ihn unterschreiben und nimmt den Flyer gleich wieder mit. Klar, dass der Verbraucher diesen Komfort schätzt, dass der Energieversorger auf diesem Weg viele zufriedene Kunden und BI-LOG neue Aufträge gewinnt. Authentifizierung nach dem Geldwäschegesetz Mehrwert-Service vor Ort erbringt BI-LOG seit Jahren auch für den Nürnberger Discount-Broker Consors. So erhielt BI-LOG in diesem Zusammenhang als erster und bislang einziger Logistik-Dienstleister die Erlaubnis nach dem Geldwäschegesetz als zuverlässiger Dritter die gesetzlich vorgeschriebene Authentifizierung beim Kunden durchzuführen. Wie solche und andere Mehrwert-Dienstleistungen zu organisieren sind und sich zu tragbaren Kosten realisieren lassen – das und mehr erfuhr der Besucher des zweistündigen Workshops “Added Values in der letzten Meile”, den BI-LOG während der “transport logistic” in München im Verbund mit dem wissenschaftlichen Forschungsprojekt ParcelMan anbot. Unter anderem skizzierte dazu ein Vertreter des Netzbetreibers E-Plus – das Unternehmen ist seit vielen Jahren BI-LOG-Kunde – die Anforderungen eines TK-Anbieters an seinen Logistik-Dienstleister. Und BI-LOG zeigt auf, welche Dienstleistungen der Lieferservice leos heute schon realisiert und wie er die steigenden Anforderungen seiner Kunden umsetzt. Die Experten und Wissenschaftler, die an ParcelMan beteiligt sind, präsentierten auf dem Workshop technologische, organisatorische und arbeitswissenschaftliche Lösungen. Ein zentrales Thema waren darüber hinaus die IT-Komponenten, die der Logistik-Branche helfen, moderne, kundennahe Services zu entwickeln und schnell auf die Straße zu bringen. Unter anderem demonstrierte ParcelMan auf seinem Workshop, wie der Logistik-Dienstleister der Zukunft mit IT-Unterstützung Wege verkürzt, Fahrer ausbildet, Fahrzeiten effizienter gestaltet und Arbeitsabläufe optimiert. Franz Leipelt, Generalbevollmächtigter der BI-LOG AG: “Informationstechnologie, richtig eingesetzt, macht nicht nur bessere Services möglich und minimiert Kosten, sie schont auch wertvolle Ressourcen und nicht zuletzt unsere Umwelt.” Das Forschungsprojekt ParcelMan läuft unter Federführung des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität (RWTH) Aachen. Beteiligt an ParcelMan sind unter anderem das Institut für Arbeitswissenschaft (IAW) der RWTH Aachen, die Bamberger BI-LOG AG, die adisoft AG, Berlin, sowie die Technologieberatungsstelle beim DGB in Hagen und das Institut für betriebliche Gesundheitsförderung, Köln. Das FIR Aachen ist spezialisiert auf “anwendungsorientierte Forschung in den Bereichen Produktionsmanagement, Dienstleistungsorganisation, Logistik und E-Business Engineering”. Das Institut für Arbeitswissenschaft befasst sich mit der Analyse, Bewertung und Gestaltung arbeitswissenschaftlicher Problemstellungen. Ziel seiner Forschungen ist es, humane und zugleich effizient gestaltete Arbeitsprozesse zu schaffen.
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