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16.03.2009Elternzeit, Vaterzeit

Personalmanager Jens Kuppert nutzt die neue Elternzeit

Bamberg, 16. März 2009

Seit 2007 gelten neue Regelungen für Eltern von Kindern, die nach dem 1. Januar 2007 geboren sind. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihr Kind selbst betreuen und erziehen, haben bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes einen Rechtsanspruch auf Elternzeit.

Für die Elternzeit kann ein Elterngeld in der Höhe von 67% des Nettogehaltes beantragt werden. Wer Elternzeit nimmt, kann in Teilzeit bis zu 30 Wochenstunden arbeiten, zu den bahnbrechenden Schritten aber gehört: Erwerbstätige Eltern können frei entscheiden, wer von ihnen Elternzeit nimmt. Sie können auch gleichzeitig Elternzeit nehmen.

Endlich sind sie vorbei die Zeiten, als ganz selbstverständlich die kleinen Kinder an der Mutter hingen, sich häufig sehr stark auf sie fixierten und der Vater zu einer Wochenend-Schattenfigur wurde. Gerade im ersten Jahr ist der Kontakt des Kindes zu Vater und Mutter prägend.

Diese Vorteile und Aussichten überzeugten auch Jens Kuppert. Der 31 Jährige ist Personalmanager einer mittelständischen Unternehmensgruppe und Geschäftsführer eines Personalentwicklungsunternehmens. Jens Kuppert beweist, dass auch Männer in Führungspositionen sich diese Freiheit nehmen können: „Bei der Geburt unserer Tochter Antonia vor zwei Jahren gab es noch keine passende gesetzliche Regelung für die Elternzeit. Jetzt mit der Geburt unseres Sohnes Cornelius wollte ich diese Chance nutzen, auch wenn mir die Umsetzung zunächst einmal schwierig erschien“.

Heribert Trunk, Hauptgesellschafter der Unternehmensgruppe, stützte von Anfang an Jens Kupperts Vorhaben und stärkte ihn in seiner Absicht, als Vater in Elternzeit zu gehen: „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht scheint es undenkbar, zwei Monate auf den Personalmanager zu verzichten. Aber als Vater von vier Kindern hatte ich mir früher, als die Kinder klein waren, immer gewünscht, mehr Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich konnte dies nie verwirklichen, deshalb habe ich sofort zugestimmt“. Ergänzend erwähnt Trunk: „Zudem setzte mich in verschiedenen Funktionen stark für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein, man kann nicht Wasser predigen und selbst Wein trinken. Und die Erfahrung der vergangenen Wochen zeigt deutlich: es funktioniert!“

Jeden Dienstag ist der Personalmanager im Unternehmen anzutreffen, um die dringlichsten Angelegenheiten zu klären. „Auch wenn zwei Monate Elternzeit nicht lange klingen, für die Dynamik in Wirtschaftsunternehmen ist diese Zeitspanne extrem lange. Mit einem Arbeitstag in der Woche bleibe ich im Arbeitsprozess, das ist für Kollegen und Mitarbeiter ebenso wichtig wie für mich“, erklärt Kuppert. „Ich freue mich jede Woche auf meine Arbeit, die Kollegen zu treffen, aber ich genieße die Zeit mit meinen Kindern ungemein. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder Vater in Elternzeit in realistischeres Bild von Erziehung und den umfangreichen Aufgaben im Alltag bekommt.“

Dies bringe nicht nur viel Gutes für ihn persönlich und seine Familie, sondern beeinflusse auch positiv seine Arbeit. „Als Personalleiter ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer wieder ein Thema im Unternehmen. Jetzt hat es den abstrakten und formalen Charakter verloren und ich erkenne die Richtung, in die Personalmanagement in den kommenden Jahren gehen wird und gehen muss.“


Ein druckfähiges Foto von Jens Kuppert können Sie unter folgendem Link herunterladen:

http://www.bi-log.de/img/JensKuppert.jpg